Die Mensa an der Expo Plaza bleibt auch weiterhin geschlossen. Frühestens im nächsten Jahr, wenn alle Sanierungsarbeiten fristgerecht ausgeführt werden, ist eine vernünftige Versorgung der rund 3000 Studierenden wieder möglich. Die Interimslösungen des Studentenwerks, die auch in Rücksprache mit Vertreter*innen der Studierendenschaft erarbeitet wurden, sind zwar gut, aber auf lange Sicht keine echte Alternative zu einer Mensa. Jeden Tag Eintopf oder Suppe als einzige warme Mahlzeit ist keine Lösung. Aus diesen Gründen luden die Studierenden der Fakultät 3, vertreten durch den AStA und die Fachschaftsräte Design & Medien und Information & Kommunikation, den Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, auf ein Gespräch und einen solidarischen Teller Suppe ein. Der Minister war aufgrund des „Niedersächsischen Digitalgipfels Gesundheit“ zu Gast an der Fakultät.

Um das gemeinsame Mittagessen zu ermöglichen, wurden aus der im September eingerichteten Suppenausgabe in der Expo Plaza 2 Bänke, Tische und ein Behälter mit Suppe von etwa 50 Studierenden entwendet und in den Lichthof gebracht, wo sich das Buffet des Digitalgipfels befand. Zwischen den schick eingerichteten Stehtischen und dem exquisiten Häppchen-Buffet, welches für die Teilnehmer des Gipfels vorgesehen waren, fanden sich im Rahmen des Protests kurzerhand die Bierbänke aus der Suppenküche und eine Vielzahl von hungrigen Studierenden. Als Zeichen des Protests wurde aus dem exklusiven Mittagsbuffet der Gäste ein gemeinsames Mittagessen mit protestieren Studierenden. Alle entwendeten Materialien wurden nach der Protestaktion unbeschädigt zurückgebracht.

Zwar hatte Minister Thümler kein Interesse an einer Suppe, suchte jedoch das Gespräch mit den Studierenden. Der Minister und Frau Clamor vom  niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur zeigten sich verständnisvoll und teilten die Position, dass die aktuelle Verpflegungssituation nicht tragbar sei. Darüber hinaus boten sie eine Zusammenarbeit für dieses Thema an. Unsere beabsichtigten Ziele, für die Mensasituation zu sensibilisieren und das Ministerium auf die Problematik aufmerksam zu machen, konnten wir durch die Aktion erreichen.

Wir hoffen nun auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Studierenden, dem Studentenwerk, der Hochschule und dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur, um die Lage so bald wie möglich zu verbessern. Sollten die Reparaturmaßnahmen sich weiter verzögern und die Mensa nicht wie angekündigt – Ende Januar – wieder betrieben werden können, fordern wir als Studierendenvertretung, dass ein anderes Gebäude als temporäre Mensa zur Nutzung bereitgestellt wird.

Fotos: Maria Bachmann, Tom Wesse, Tina Kernchen und Matthias Schulz

Zur Situation der Mensa am Expo Plaza

Aktuelle Lage

  • • Seit April diesen Jahres ist die Mensa „Große Pause“ geschlossen. Aufgrund eines Abwasserrohrbruchs muss der Boden ausgetauscht werden.
  • • Die Übergangslösungen des Studentenwerks, die auch in Rücksprache mit Vertreterinnen und Vertreter der Studierendenschaft erarbeitet wurden, sind zwar gut, aber auf lange Sicht keine Alternative zu einer Mensa. Jeden Tag Eintopf oder Suppe als einzige warme Mahlzeit ist keine Lösung.
  • • Die HS Hannover hat die Mietzahlungen für die Räume der Mensa eingestellt.
  • • Mit einer Wiedereröffnung ist frühestens im März zu rechnen, wenn alle Arbeiten fristgerecht ausgeführt werden.

Kritik

  • •Ohne ein vernünftiges Essensangebot leidet die Studienqualität massiv. Am Campus Expo Plaza sind die Studierenden besonders auf eine Mensa angewiesen, da es standortbedingt kaum Alternativen wie Restaurants oder Cafés gibt.
  • •Der Termin der Wiedereröffnung wird immer wieder nach hinten verschoben. Wann wirklich mit einer Eröffnung zu rechnen ist bleibt unklar.
  • •Die Bauarbeiten laufen schleppend. Studierende berichten, dass die Renovierungsarbeiten nur selten und unregelmäßig durchgeführt werden. Deshalb ist ein Wiedereröffnung im März unsicher. •Die Eigentümer zeigen sich wenig kooperativ. Es scheint nur wenig Interesse daran zu bestehen die Lage zu verbessern. Es entsteht viel mehr der Eindruck, dass die Hochschule als Mieter nicht weiter gewünscht ist.

Forderung

  • • Wir fordern eine klare Dokumentation des Fortschritts der Bauarbeiten durch die Hochschule!
  • • Es muss nach einer Alternative gesucht werden! Der leerstehende deutsche Pavillon muss als Standort für die Mensa geprüft werden!
  • • Niemand kann die Situation alleine ändern. Studierende, das Studentenwerk, die Hochschule sowie Landes und Stadtpolitk müssen gemeinsam an einer Lösung arbeiten! Am besten mit und nicht gegen den Vermieter der aktuellen Mensaräume.

Die Studierendenschaft der Hochschule Hannover

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