Ein Thema sorgt bereits seit April diesen Jahres für schlechte Stimmung bei den Studierenden an der Expo Plaza – es geht immer noch um die Mensa „Große Pause“. Nach einem Schaden an der Abwasserleitung blieb die Essensausgabe des Studentenwerks an diesem Standort geschlossen, doch auch die Bauarbeiten gingen nicht voran. Was folgte, waren eine Reihe Übergangslösungen: Food Truck, zusätzliche Cafeteria und Eintopfausgabe.

Die Situation sei deshalb so kompliziert, erklärt Hochschulpräsident von Helden, weil das Mensa-Gebäude nicht dem Land Niedersachsen gehört, sondern nur angemietet ist. Die Immobilie wurde außerdem im August verkauft, wobei der alte Eigentümer die Sanierungsarbeiten abschließen sollte. Präsident von Helden versichert, die Hochschule wolle den Druck auf den Vermieter des Gebäudes noch erhöhen und zusätzlich eine regelmäßige Kontrolle des Baufortschritts durchführen, damit die Mensa so schnell wie möglich wieder genutzt werden könne.

Dekan Scholz gibt anschließend zu bedenken, dass es eine Alternative geben muss, für den Fall, dass die Mensa nicht pünktlich zum Sommersemester wiedereröffnet werden könne. Denn dann brauche die Fakultät die eigentlichen Werkstatträume, in denen jetzt die Suppenküche untergebracht ist, wieder als Arbeitsplatz für die Studierenden.

Eberhard Hoffmann, der Leiter des Studentenwerks, schildert die schwierige Kommunikation mit Vermieter und Gebäudeverwaltung. Nach der Begehung der Baustelle am 05. Dezember zeigt er sich jedoch zuversichtlich, dass die Bauarbeiten im neuen Jahr endlich zum Abschluss gebracht werden können. Hoffmann bedauert zudem, dass sowohl der Deutsche Pavillon, als auch die Tui Arena nicht für eine Essenszubereitung und Übergangsküche geeignet seien. Außerdem sei eine Rückzahlung des Teilbetrags für das Studentenwerk im Semesterbeitrag mit einem zu großen Verwaltungsaufwand verbunden, deshalb habe sich das Studentenwerk stattdessen dafür entschieden, die für Januar geplante Preiserhöhung in den Mensen für den Standort Expo Plaza auszusetzen.

Aber auch die Fachschaftsräte Information und Kommunikation, Design und Medien und der AStA haben sich engagiert, um wieder ein größeres Essensangebot zu erhalten. Der FSR IK startete mit Beginn der Eintopfausgabe eine Umfrage zur Zufriedenheit unter den Studierenden und sammelte Verbesserungsvorschläge. Den Ende November in den Räumlichkeiten der Hochschule stattfindenden Ärztekongress nutzen Fachschaften und AStA, um eine Protestaktion durchzuführen. Die HAZ, Neue Presse und Bildzeitung berichteten von der gelungenen Aktion, bei der auch ein Gespräch mit Wissenschaftsminister Björn Thümler zustande kam.

Sollte der neue Mensa-Boden jedoch nicht bis zur erneuten Begehung am 19. Dezember gegossen werden, sieht der AStA eine pünktliche Wiedereröffnung zum Start des Sommersemesters in Gefahr. Aber auch für dieses Szenario gibt es bereits eine Idee: die Fachschaftsräte planen für Januar eine große Selbstversorgungsaktion, bei der medienwirksam auf dem Campus gegrillt werden soll. Dekan Scholz appelliert außerdem an die Studierenden, selbst aktiv zu werden. Selbst für Öffentlichkeit zu sorgen oder kreative Lösungsansätze zu entwickeln, denn das liege in der Natur der Kommunikations- und Gestaltungsstudiengänge.

Eine der studentischen Nachfragen ist, ob mehrere Food Trucks mit unterschiedlichem Essensangebot, wie sie z.B. bei Festivals zu finden sind, das Problem vorerst beheben könnten. Herr Hoffmann stimmt zu, dass es für die Sommermonate eine Lösung sein könnte, falls die Mensa auch bis dahin noch nicht wiedereröffnet ist. Für den Winterbetrieb seien Food Trucks aber nicht geeignet.

Einige Fragen konnten auf der Versammlung jedoch nicht abschließend geklärt werden. Wir haben Herrn von Helden gebeten, uns diese schriftlich zu beantworten. Die Antworten werden wir ebenfalls auf unserer Website veröffentlichen.

  • Wie hoch ist die Miete für das Mensagebäude?
  • Was passiert mit dem Geld, welches derzeit nicht für die Mensa aufgewandt wird?
  • Können rechtliche Schritte eingeleitet werden, wenn sich die Sanierungsmaßnahmen weiter hinziehen?

Fotos: Nikita Pohlan

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