Die meisten Mensen der Hochschule waren in den letzten Monaten geschlossen und konnten nicht genutzt werden. Trotzdem bleibt der für die Mensen eingeplante Anteil am Semesterbeitrag in Zukunft gleich. Nach einigen Verhandlungen konnte sich nun auf einen Ausgleich geeinigt werden: Im gesamten Wintersemester 20/21 gibt es für Dich 30% Rabatt in allen Mensen der Hochschule sowie eine 20€ Gutschrift auf Deine Mensakarte.

Die 30% Rabatt werden zusätzlich vom bereits ermäßigten Preis für Studierende abgezogen. Momentan ist die Hochschule Hannover größtenteils geschlossen, weshalb sich eine Öffnung der Mensen derzeit nicht lohnen würde. Wann genau die Mensen den Betreib wieder aufnehmen können, steht aufgrund der ungewissen Situation noch nicht fest. Aktuell kannst Du die Contine und die Mensa Garbsen nutzen (Mensen der Leibniz Universität). Über neue Informationen zum Betrieb der Mensen hält Dich Dein AStA auf dem Laufenden.

Du profitierst außerdem von 20€ Guthaben, die Du zum Wintersemester auf Deine Mensakarte bekommst. Wie genau Du die Gutschrift erhältst, also ob Dein Guthaben automatisch aufgeladen wird oder der Prozess anders abläuft, wird in den nächsten Wochen festgelegt. Sicher ist aber schon, dass diese 20€ nicht nur im WiSe 20/21, sondern auch noch im SoSe 21 genutzt werden können. Grund dafür ist, dass noch unklar ist, wie und ob die Mensen im Wintersemester überhaupt öffnen können.

Wie Dein AStA sich einsetzt

Die nun erreichten Ermäßigungen sind das Ergebnis von etlichen Verhandlungen der letzten Wochen. Schlussendlich war das Studentenwerk in Hannover das einzige in ganz Niedersachsen, mit dem studentische Vertreter sich auf Ermäßigungen einigen konnten. Neben der Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk haben sich Deine AStA Politik-Referenten auch in vielen anderen Bereichen eingesetzt. Besonders im Fokus lag dabei das Ziel, dass die Gelder für Studierende nicht weiter eingeschränkt werden. Deine Referenten fordern, dass die Erhöhung des Semesterbeitrags um 20€ wieder zurückgenommen wird und das Land Sanierungskosten übernimmt, die momentan auf die Studierenden abgewälzt werden.

Gespräch mit dem Ministerpräsidenten

Vor kurzem führten Deine Referenten unter anderem ein Gespräch mit Ministerpräsident Stephan Weil. Dabei wurde die Möglichkeit eines „Kann-Semesters“ diskutiert. Bei einem Kann-Semester würde die Regelstudienzeit um ein Semester erhöht werden. Prüfungen, die im Kann-Semester geschrieben werden, werden dabei normal bewertet und angerechnet. Andere Bundesländer haben die Regelstudienzeit für momentan immatrikulierte Studierende bereits um ein Semester erhöht. In Niedersachsen wurden noch keine Vereinbarungen dahingehend getroffen. Außerdem ging es bei dem Gespräch um die NHG-Reform (Niedersächsisches Hochschulgesetz), die es im nächsten Jahr geben soll. Hier gab es Beschwerden, da Forderungen und Vorschläge der Studierendenvertretung bisher außenvor gelassen wurden.

Forderung eines Nothilfefonds

Ein weiteres wichtiges Thema im AStA war der Nothilfefond für Studierende. Auch wenn dieser schlussendlich zustande kam, reagierten Bund und Länder nur langsam und übernahmen lange Zeit wenig Verantwortung. Dein AStA forderte einen Nothilfefond bereits am 23. März, drei Monate bevor schließlich eine Umsetzung erfolgte. 8000 Anträge auf Nothilfe gingen allein in den ersten 48 Stunden von Studierenden aus Niedersachsen ein.

In Zukunft wird das Bündnis SOS-Studiwerk wieder in Angriff genommen. Dazu soll der alte Kampagnenplan, der durch Corona nicht mehr umsetzbar ist, umgestaltet werden. Politische Protestaktionen, bei denen mehr Engagement des Bundes gefordert wird, sind bereits in Planung.