Expo Plaza. Seit mittlerweile drei Monaten ist die Mensa „Große Pause“ des Studentenwerks Hannover wegen eines Schadens an der Abwasserleitung geschlossen. Sprach man anfangs noch von einer vorübergehenden Schließung für wenige Wochen, machte das Ausmaß der Schäden diese Pläne schnell zunichte. Für die Instandsetzung der Mensa müsse der komplette Boden aufgestemmt, sowie die mit Fett verunreinigten Abwasserleitungen erneuert werden, so die Einschätzung vom Geschäftsführer des Studentenwerks Hannover, Eberhard Hoffmann.

Die sich daraus ergebende Problematik der Versorgung der rund 2.700 Studierenden an der Expo Plaza wurde vom Studentenwerk durch die kurzfristige Bereitstellung eines Foodtrucks, sowie der Verlängerung der Öffnungszeiten und einer Senkung der Preise im Café Seeblick gelöst. Anfangs wurde das Angebot des Foodtrucks von den Studierenden begeistert angenommen, doch die wenig abwechslungsreichen Mahlzeiten und langen Wartezeiten sind auf Dauer keine zufriedenstellende Lösung.

Die Handlungsmöglichkeiten des Studentenwerks sind beschränkt, denn die Räumlichkeiten werden der gemeinnützigen Organisation nur bereitgestellt – Mieter ist die Hochschule Hannover. Auch diese dränge darauf, dass dringend etwas getan werden müsse. Doch die Verwaltungsgesellschaft, der das Gebäude auf der Expo Plaza gehört, sei momentan nicht zu erreichen. Um einen größeren Druck auszuüben und den Eigentümer zu den Reparaturmaßnahmen zu zwingen, habe die Hochschule bereits die Mietzahlungen eingestellt. Obwohl es von Seiten des Gebäudemanagements, unter der Leitung von Heiko Kupsch, offiziell noch heißt, die Mensa könne pünktlich zum Start des Wintersemesters am 01. September wiedereröffnet werden, zeigt sich Eberhard Hoffmann weniger optimistisch. Er habe große Sorge, den Mensabetrieb nicht rechtzeitig wieder aufnehmen zu können, da in den vergangenen drei Monaten nicht einmal mit den Bauarbeiten begonnen wurde.

„Der Verzehr von Mahlzeiten unter freiem Himmel ist spätestens ab dem Herbst witterungsbedingt nicht mehr vorstellbar. Eine Lösung – oder zumindest eine alternative Möglichkeit – muss her. Um die Studierenden der HsH in dieser Sache bestmöglich vertreten zu können, fordern wir von der Hochschule Hannover einen transparenten Umgang mit der Thematik und eine ehrliche Kommunikation.“
Anna-Lena Hoffmann, AStA-Vorstand
AStA und Studentenwerk sind sich einig, dass schnellstmöglich eine Lösung gefunden werden muss. Sollte die „Große Pause“ nicht wie geplant wiedereröffnet werden, sind die bisher getroffenen Maßnahmen spätestens ab dem 20. September nicht mehr tragbar. Denn mit Beginn der Vorlesungszeit und der Rückkehr der circa 2700 Studierenden an den Campus, kommen Food Truck und Café Seeblick schnell an die Grenzen ihrer Kapazität.
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