Wusstest du, dass in Hannover pro Stunde 2.000 Coffee-to-go-Becher verbraucht werden? Ein guter Grund, Nachhaltigkeit weit oben auf die Liste der Neujahrsvorsätze zu schreiben. An der Mensa „Große Pause“ der Fak. III an der Expo Plaza ist am 01.01. ein Pilotprojekt gestartet. Konkret bedeutet das, dass die Einwegbecher und -boxen abgeschafft wurden und durch Mehrweg-Becher ersetzt wurden. Das Projekt läuft in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk Hannover (StwH) und Hannoccino, initiiert von der Abfallwirtschaft Region Hannover (aha).

Pro Tag werden in der Mensa „Große Pause“ rund 100 Heißgetränke verkauft. Die Mehrwegquote lag dabei bisher bei 40% (Stand Oktober 2019). Ab dem 01.01. gibt es nun für sechs Monate keine Einwegbecher und Porzellantassen mehr. Die Tassen wurden ebenfalls abgeschafft, da das Studentenwerk bei ähnlichen Projekten die Erfahrung gemacht hat, dass nach dem Abschaffen von Einwegbechern die Porzellantassen von Studierenden als to-go-Version verwendet wurden und nur selten den Weg zurück in die Mensa fanden.

Ersetzt werden die Einwegbecher durch die „Hannoccino-Becher“. Sie bestehen zu einem Großteil aus Bio-Materialien und sind somit weitgehend biologisch abbaubar. Für zwei Euro Pfand, pro Becher und pro Deckel, bekommst Du in der Mensa dein Heißgetränk. Natürlich kannst Du auch weiterhin einfach deinen eigenen Becher von zuhause befüllen lassen.

Die Verpackungen für Brötchen bleiben allerdings. Grund dafür ist die Vorschrift der Lebensmittel-Überwachung Hannover, die vorsieht, dass Lebensmittel bei der Selbstbedienung geschützt sein müssen. So wird zum Beispiel die Übertragung von Krankheiten vermieden. Nach einer besseren Lösung wird bereits gesucht.

Komplett abgeschafft werden die Einweg-Mitnahmeboxen für warme Mahlzeiten. Auch hier kannst Du weiterhin Deine eigenen Behältnisse mitbringen, um dir etwas einpacken zu lassen.

Bio-Plastik kommt als Ersatz für die Brötchen-Verpackung oder auch die Becher für Softgetränke (die ebenfalls bleiben) nicht in Frage. Bio-Plastik hat nämlich einen wesentlich höheren Energieverbrauch in der Herstellung. Außerdem würden dafür extra Mülleimer benötigt werden, in denen die Bio-Verpackungen aber, laut Erfahrungs-Werten des StwH, nur in 40% der Fälle landen würden.

Dein AStA freut sich, dass mit diesem Projekt nun auch an der Hochschule Hannover die Nachhaltigkeit stärker in den Fokus rückt und so die Entstehung von Einwegmüll auf dem Campus verringert werden kann.