Steigende Preise in den Mensen, Sanierungsstau in den Wohnheimen und mit die höchsten Beiträge deutschlandweit – Studierende in Niedersachsen haben mit einigen Hürden zu kämpfen. Das landesweite Bündnis SOS StudiWerk, bestehend aus Vertreter*innen der ASten und studentischen Vertreter*innen der Studierendenwerke, stellt sich gegen diese Missstände!

„Das ganze Haus teilt sich eine alte Waschmaschine. Ich wasche meine Wäsche nur noch im Waschsalon, aber das geht auf Dauer natürlich ins Geld“, berichtet uns ein Wohnheimbewohner. „Vor kurzem hatten wir einen Wasserschaden in meinem Stockwerk. Es hat ewig gedauert, bis dieser behoben wurde. Eine Bewohnerin musste aufgrund des Schadens sogar umziehen“, erfahren wir in einem anderen Wohnheim.
Die Missstände in den Wohnheimen sind vielfältig, der Sanierungsstau ist keine Überraschung, denn zugesagte Förderungen durch das Land Niedersachsen bleiben aus. Stattdessen sollen nun die Studierenden zur Kasse gebeten werden, über die Studentenwerksbeiträge. An vielen Standorten stehen diese bereits jetzt schon bei mehr als 100 Euro pro Semester. Ein Spitzenwert im deutschlandweiten Vergleich.

Mit diesem Beitrag übernehmen die Studierenden 25% der Gesamtfinanzierung der Studentenwerke, während die anteilige Förderung des Landes bei nur 10% liegt. Die finanzielle Belastung für die Studierenden steigt, ein großer Nachteil für den Hochschulstandort Niedersachsen. Denn nicht nur in den Wohnheimen schlägt sich die mangelnde Finanzierung der Studentenwerke nieder. Preiserhöhungen in den Mensen und Cafeterien, hohe Studierendenbeiträge – die Auswirkungen sind vielfältig und in allen Lebensbereichen der Studierenden spürbar.

Doch was macht eigentlich die Politik?

Die hält sich nicht an Versprechen. Bereits 2017 wurde von Björn Thümler (Landeswissenschaftsminister, CDU) ein Sonderprogramm zur Unterstützung der Wohnheimsanierungen versprochen. Bis heute wurde dieses Programm nicht umgesetzt, die Kosten für die Sanierungen werden auf die Studierenden umgelegt. Weiterhin wird der Finanzhilfebeitrag in den nächsten drei Jahren auf dem selben Niveau bleiben.

Dieser Stillstand muss enden!
Das Bündnis SOS StudiWerk stellt sich entschieden gegen die aktuelle Finanzpoilitik.

Die Zentralen Forderungen sind klar:

Sofortige Erhöhung des Landeszuschusses für Studentenwerke um 25% und eine automatische, jährliche Erhöhung um 3%

Aufnahme des versprochenen Förderprogramms für Wohnheimsanierungen

Entlastung der Studierenden durch eine Beitragssenkung und die Rückkehr zu einer fairen Finanzierung der Studentenwerke in Niedersachsen


Um auf diese Missstände und Forderungen aufmerksam zu machen beginnt das Bündnis am 29.10 mit einer Öffentlichkeitskampagne.
Was passiert, wenn die Förderung für die Studentenwerke weiterhin so gering bleibt? Wird das Studium zu einem grauen Einheitsbrei? Vielfältige Aktionen werden an den unterschiedlichsten Standorten in Niedersachsen auf Missstände aufmerksam machen.

Weiterhin startet an diesem Tag eine unterstützende Petition. Das Bündnis leistet einen wichtigen Beitrag zu einer fairen Studienfinanzierung.
Dein AStA hält Dich über zukünftige Veranstaltungen auf dem Laufenden!